Mittwoch, 23. August 2017
Tipp/Trick
Tipps zur .NET Konfiguration für Oracle

Bevor Sie mit .NET in der Oracle-Datenbank Version 10.2 loslegen können, muss die Software darauf vorbereitet werden. Leider werden diese Vorbereitungen nicht immer automatisch durchgeführt, deshalb sind ein paar manuelle Eingriffe notwendig.

.NET in der Server-Software

Bei der ursprünglichen Installation von Oracle Database müssen die Database Extensions für .NET installiert sein. Dies können Sie mit dem Oracle Universal Installer prüfen bzw. nachholen. Starten Sie den OUI und klicken Sie in der ersten Maske auf "Installierte Produkte". Ein Dialog mit aktuell installierten Komponenten wird angezeigt:

Bei einer Standard-Installation der Enterprise Edition werden die .NET Extensions nicht installiert. Sollte diese Komponente also fehlen, kann sie auch nachinstalliert werden. Dazu wählen Sie die benutzerdefinierte Installation von Oracle Database 10g und kreuzen die Komponente "Oracle Database Extensions for .NET 10.2.0.1.0" an:

.NET in der Datenbank

Ist die Oracle-Software grundsätzlich für .NET ausgestattet, so können Sie dann die Datenbank selbst prüfen. Diese Aufgabe erledigen Sie mit dem Datenbank-Konfigurationsassistenten. Wenn Sie eine laufende Instanz bereits haben, wählen Sie "Datenbankoptionen konfigurieren" aus und klicken Sie weiter bis zum Schritt "Datenbankinhalt". In dieser Maske soll die letzte Option "Database Extensions for .NET" angewählt sein. Wenn nicht, können Sie dies an dieser Stelle nachholen. Der Konfigurationsassistent fügt Ihrer Datenbank die Extensions per Skript hinzu.

Beim Erstellen einer neuen Datenbank anhand einer Vorlage (z.B. "Allgemeine Aufgaben"), müssen Sie die .NET Extensions ebenfalls auf diese Weise nachholen, es sei denn Sie wählen die Vorlage "Benutzerdefinierte Datenbank", bei der Sie direkt beim Erstellen die Option selektieren können.

Listener und tnsnames.ora konfigurieren

Beim Installieren der Database .NET Extensions wird Ihrem System ein neuer Windows-Dienst namens "Oracle<>ClrAgent" hinzugefügt. Dieser Dienst kümmert sich um die Kommunikation zwischen einer Oracle-Instanz und der Microsoft Common Language Runtime (CLR). Damit dieser Dienst fehlerfrei funktionieren kann, müssen ein paar Konfigurationsdateien ergänzt werden, nämlich listener.ora und tnsnames.ora. Welche Änderungen das sind sowie weitere Details dazu entnehmen Sie der Oracle-Dokumentation. Dort finden Sie unter anderem einen Hinweis, dass Sie die Startparameter des Clr-Agents unbedingt ändern sollten.

Oracle Developer Tools installieren

Die ODT für Visual Studio .NET müssen natürlich auch vorhanden sein. Die Startseite dazu finden Sie hier. Unter den Tools finden Sie den Oracle Data Provider für .NET (ODP.NET), die Visual Studio Add-Ins, und den .NET Deployment-Wizard für .NET Stored-Procedures.

Ein wichtiger Punkt noch zur Konfiguration: Sobald die Oracle Developer Tools installiert sind, sollten Sie die tnsnames.ora aus Ihrem ursprünglichen Oracle-Home in das Home von ODT kopieren. Beispielsweise kopieren Sie die tnsnames.ora aus "E:\oracle\product\10.2.0\db_1\NETWORK\ADMIN" nach "E:\oracle\product\ODT\network\ADMIN" und halten Sie beide Dateien synchron. Andernfalls können die Oracle Add-Ins in Visual Studio .NET die Verbindungen zu Ihrer Datenbank nicht herstellen.

Nach der erfolgreichen Installation sollten Sie vollen Zugriff auf Ihre Oracle-Datenbank innerhalb von Visual Studio .NET 2003:

Leserbrief / Frage zu Oracle

 
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